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Joshua Derrick Matthews

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BeitragThema: Joshua Derrick Matthews   Fr Apr 10, 2009 7:10 pm












Vollständiger Name:
[x] Joshua Derrick Matthews

Spitzname:
[x] Josh

Alter:
[x] 15 Jahre alt

Geburtstag:
[x] 22. Juli

Beruf:
[x] Schüler

Zugehörigkeit:
[x] Tailies






Aussehen:
[x] Josh hat dunkles, blondes Haar, was beinahe eher als braun identifizierbar wäre, und trägt eine recht typische Kurzhaarfrisur für einen 15jährigen, wo man morgens auch nicht viel dran tun muss, damit die Haare richtig fallen.
Dennoch sieht er sicherlich nicht ungepflegt aus. Joshs scheinbar simple Person drückt sich auch in seiner Kleidung aus, die fast nur aus ordentlichen Jeans und T-Shirts besteht. Er hatte mal einen Anzug, der aber mittlerweile sicherlich zu kurz ist. In recht einfarbigen T-Shirts fühlt er sich sowieso am wohlsten. Ab und zu wechseln sich höchsten mal seine Jeans mit kürzeren Hosen ab, wenn es besonders warm ist. Er mag Sonnenbrillen, da er findet, dass sie irgendwas geheimnisvolles, cooles haben und man sich gut hinter ihnen verstecken kann. Als er noch jünger war, trug er bereits oft Sonnenbrillen, aber hauptsächlich, weil alle coolen Superhelden das seiner Meinung nach taten. Doch läuft er sicherlich nicht die ganze Zeit mit einer herum.
Seine blau/grünen Augen strahlen etwas ruhiges, sympathisches aus. Überhaupt wirkt Josh immer recht nachdenklich und ruhig, was sicherlich auch allgemein mit seinem Wesen zu tun hat.
Wenn er lächelt, werden des öfteren seine kleinen Grübchen sichtbar und ab und zu bildet sich eine Gedankenfalte zwischen seinen beiden Augenbrauen.
Eine kleine Narbe, die er davon trägt, dass er sich mal an einer Scherbe geschnitten hat und sich inmitten seiner Handfläche befindet, stellt das einzige dauerhafte besondere Merkmal an ihm dar. Aber auch die Narbe ist dabei eher zu verblassen.


Auftreten:
[x] Auf den ersten Blick hin wirkt Josh gepflegt und wohl erzogen. Er stellt nicht viel ‚Dummes’ an und ist wohl einfach zu früh erwachsen geworden; ein wenig anderer Einfluss würde ihm vermutlich gut tun. Auf der einen Seite ist er sicher ziemlich ruhig und zurückhaltend, auf der anderen kann man ihn aber auch nicht als total schüchtern betrachten. Er scheut nicht den Kontakt, er will lediglich nichts ‚Falsches’ anstellen, zumal wohl sein Selbstwertgefühl ein wenig besser sein könnte. Dennoch ist er sehr verantwortungsbewusst, was man wohl auch sehr schnell merkt. Es ist auch nicht so, als würde er den ganzen Tag deprimiert umhertigern, ganz im Gegenteil ist der Junge sogar recht einfach glücklich zu stellen. Man gebe ihm ein Buch, seine Sonnenbrille und vielleicht noch eine Soda und er kann sich den ganzen Tag vertreiben – was zum Basteln wäre dann vermutlich noch der Höhepunkt. Er scheut sich nicht mal mit anzupacken, wenn man ihn fragt, doch reindrängen will er sich sicher auch nirgendwo, weshalb er manchmal einen recht verschlossenen Eindruck hinterlässt (zumal er auch nicht gerne über sich selbst redet, auch wenn er eigentlich kein Problem damit hat, bis auf seine eben ganz eigenen Geheimnisse).
Im Grunde ist er aber eben dennoch ein 15jähriger Junge, der ein wenig Spaß immer gebrauchen könnte, wenn man ihn manchmal auch einfach dazu anstoßen muss und der sein Leben noh vor sich hat und schon immer von einer guten Zukunft geträumt hat, denn dumm ist er sicher ganz und gar nicht und die Hoffnung tragen Kinder doch sowieso noch stetig in ihren Herzen, wenn bei ihm auch noch eine gehörige Portion Realismus mit einfließt.









Vater:
[x] Leonard Matthews (†), Detektiv

Mutter:
[x] Sophia Sherryl Matthews, geb. Cambridge, Sozialempfängerin

Geschwister:
[x] keine

Sonstige:
[x] David & Clarence Matthews; Farmbesitzer in Michigan








Charakter:
[x] Mrs. Campell(Lehrerin)
„Ein strebsamer, liebenswürdiger Junge. Seine Lieblingsfächer sind wohl Mathematik und Chemie; obwohl man Englisch nicht vergessen sollte. Wenn er nicht einmal Ingenieur wird, dann sicher Schriftsteller. Ich habe ihn schon immer sehr fleißig erlebt und seine Hausaufgaben hatte er auch eigentlich immer. In den Pausen sehe ich ihn größtenteils alleine, oft mit einem Buch in der Hand. Josh ist sehr gebildet; aus ihm wird sicherlich mal etwas. Irgendwas muss in der Familie wohl leider nicht so ganz stimmen. Von dem Vater haben wir ja alle gehört – traurige Geschichte. Aber mit seiner Mutter habe ich auch bei den Elternabenden nicht sprechen können. Josh lebt einfach zu verschlossen; er ist in der Hinsicht viel zu zurückhaltend und vorsichtig. Wenn er sich trauen würde auf andere auch zuzugehen, hätte er bestimmt keine Probleme schnell Anschluss zu finden. Ich habe ihm schon oft gesagt, er sollte sich mal überlegen der Fußballmannschaft der Schule beizutreten, doch jedes Mal entschuldigt er sich nur höflich und sagt, er habe dazu zu wenig Zeit momentan; vielleicht, wenn sich das etwas legt. Jedenfalls kann ich Ihnen über seine schulischen Leistungen nur sagen, dass diese richtig spitze sind und gerade in den Fächern, die sein Interessengebiet abdecken engagiert er sich sehr gut. Für einen 15jährigen scheint er aber manchmal bereits etwas zu erwachsen zu sein. Irgendwie wirkt er auch, als habe er irgendwas mit sich rumzutragen; ich sehe ihn, wie schon angesprochen, eigentlich nie mit anderen Kindern ausgelassen rumtoben. Das würde ihm sicherlich auch gut tun, immerhin ist er noch ein halbes Kind.“

[x] Sophia Sherryl Matthews(Mutter)
“Dieser Bengel? Unglücksrabe trifft es wohl eher. Nichts als Unglück kann er bringen. Er sollte sich mal ein Beispiel an seinen Vater nehmen. Verdammt noch mal, er hat uns allen Unglück gebracht, gewollt oder nicht ist doch egal, was anderes kann er anscheinend ja nicht. Natürlich erledigt er oft seine Pflichten, die ich ihm immer wieder aufzählen muss. Wenn ich ihn nicht andauernd erinnern würde, dann würde er wahrscheinlich nichts machen. Was er in seiner Freizeit treibt? Woher soll ich das wissen, bin ja nicht allwissend! Ich weiß nur, dass er schon immer viel zu sehr in seiner komischen Traumwelt gelebt hat, Tagträumer sind doch die schlimmsten. Überraschend ruhig ist er ja, und vielleicht wären ja auch manche darauf stolz, aber was soll man mit einem ruhigen Kind, was den eigenen Vater in den Tod treibt?! Ich weiß noch, dass er früher immer gerne Vögel beobachtet hat, wenn er nicht gerade mit seinem Vater Fußballspielen war. Mein armer Leonard! Nun kann mir Joshua gestohlen bleiben, er bringt nicht als Laster momentan. Ich kann nie wieder Kinder kriegen wegen ihm, hab ich Ihnen das schon erzählt? Und nichts als Unsinn hat Joshua im Kopf. Manche mögen ihn als kreativ bezeichnen, aber was bedeutet schon Kreativität, wenn man damit an unwichtigem, sinnlosen Schund arbeitet? Naja, wenigstens holt er mir regelmäßig meine Zigaretten, darin ist er ja recht zuverlässig, aber das ist auch das einzige was er halbwegs Gutes mal leisten kann in meinen Augen!“

[x] Mr. Kruger(Ladenbesitzer)
„Oh der arme Junge. Eigentlich hab ich die Prospekte immer nur ausgelegt und die meisten meiner Kunden nahmen die sich einfach mit, aber bei Josh konnte ich einfach nicht anders. Ich wusste ja schon immer, dass er ein hartes Los gezogen hatte – da sein Vater bei mir Stammkunde war, wenn er mal zugegen war jedenfalls, habe ich seine Familie so ein wenig gekannt. Seine Mutter kam auch ab und zu vorbei, um sich Zigaretten zu holen, aber das ist schon lange her. Soweit ich das mitkriege macht Josh jetzt alles. Sehr verantwortungsbewusst der Junge; ich wäre stolz auf ihn. Josh hat schon ein hartes Los gezogen. Überlegen Sie sich mal, was er alles bereits durchleben musste. Naja, leider kann ich ihm nicht allzu viel bezahlen, da ich selbst sehen muss, dass ich über die Runden komme, aber immer, wenn ich es mir leisten kann, gebe ich ihm ein wenig Extralohn. Ach und er nimmt sich eigentlich jede Woche eines der neuen Superheldencomics mit. Aber ich glaube er wächst langsam raus und nimmt sie nur noch aus Gewohnheit mit – ich seh ihn immer öfter mit einem richtig dicken Wälzer. Josh ist sehr zuverlässig, wie sie sicher schon bemerkt haben hat er ebenso eine sehr gute Wortwahl und großes Wissen. Wahrscheinlich weiß der Bursche mehr als ich – na ja, ich habe mich auch nie wirklich um die Schule bemüht und mit ach und krach die Highschool beendet. Er weiß Leuten höflich entgegenzukommen, aber ich glaube nicht, dass er viel mit anderen Kindern zu tun hat. Dabei würde ich ihn liebend gerne öfter mal Lachen sehen, er wirkt oft etwas zu ernst für mich. Aber wie schon gesagt, ein dufter Kerl der Kleine und wenn auch nicht gerade offen und impulsiv, doch sicher selbstbewusst. Ich glaub, er weiß recht gut, was er gerne will, aber er denkt immer viel zu viel über die Konsequenzen nach.“


Stärken&Schwächen:
[x] Josh ist sehr gebildet für sein Alter und kommt mit einigen, praktischen Tricks um die Ecke, wenn sie notwenig sind, von denen wohl auch Erwachsene überrascht sein würden. Immerhin meistert er sein Leben schon seit spätestens 3 Jahren weitgehend alleine. Er liest sehr viel, woraus sich sein Wissen ableiten lässt. Ein weiteres Hobby ist wohl das Basteln; nicht umsonst hält selbst seine Lehrerin ihn für einen angehenden Ingenieur.
Er weiß sich aus der Affäre zu ziehen und hat einen fundierten, wohlgewählten Wortschatz.
Eine seine Schwächen ist wohl seine große Verschlossenheit. Nein, es ist keine abweisende Art, die hat er sicher nicht, aber er ist sehr ruhig und geht nicht immer sofort auf die anderen Menschen ein. Josh ist eher nachdenklich und lässt seinen kreativen Kopf, die verrücktesten Geschichten ausarbeiten. Wenn man ihn näher kennen lernt, wüsste man wohl, dass sein Ideenreichtum recht unerschöpflich ist, aber er nicht viel in die Tat umsetzt. Er ist ein sehr nachdenklicher Junge und kennt das meiste nur aus Büchern, was als Vorteil und Nachteil sicherlich gedeutet werden kann.
Mit Extremsituationen hat er sicherlich eine gewisse Erfahrung bereits mit seinen 15 Jahren, aber zum mitteilen hatte er eigentlich nie großartig wen, was nicht daran liegt, dass er es nicht wollen würde, aber seine Mitschüler waren wohl alle nicht bereit dafür und an seine Familie konnte er sich ja auch nie wenden.
Seine Stärke ist wohl, dass er sich Herausforderungen stellt und nicht davonläuft – nur so entwickelte er sich auch wohl zu dem, was er ist und verfiel nicht den Depressionen, wie seine Mutter. Josh besitzt ein großes Durchhaltevermögen; doch man darf nicht vergessen, dass egal wie erwachsen er sich gibt, immer noch ein Junge von 15 Jahren ist. Und er ist innerlich sicherlich nicht der heilste, trägt man ihm und er selbst sich auch in gewisser Weise zumindest teilweise Schuld in mehr oder minder drei Fällen zu.


Vorlieben&Abneigungen:
[x] Bücher, Comics, sonstiger Lesestoff von Romanen bis hin zu Wissensstoff (vor allem aber Fantasy)
[x] Basteln (von Modellraketen oder wissenschaftlichen Schulprojekten bis hin zu einfachen Puzzelspielen)
[x] Sonnebrillen
[x] Erdbeereis mit einer riesigen Portion Schlagsahne oben drauf, sowie jegliche Schokoriegel
[x] Fußball in gewisser Weise, vor allem zusehen, aber auch durchaus mal selbst spielen
[x] Lernen, unglaublich aber wahr, vor allem Praktisches; da fragt er gerne die Personen komplett aus und wirkt fast schon unnatürlich offen und interessiert
[x]

[x] Tauchen
[x] Besserwisser, oder die Kids in der Schule, die immer allen ihr Essensgeld nehmen oder verprügeln
[x] Aussichtslosigkeit
[x] zu hoher Druck
[x] Zigaretten und den Geruch, den sie erzeugen
[x] inmitten zu große Menschenaufläufe festzustecken
[x] total eingeschränktes Denken


Ängste:
[x] Als 15jähriger Junge, egal wie erwachsen man auch bereits erscheinen mag und wie viel man bereits durchgestanden ist, hat man immer seine Kette an Ängsten. Josh Ängste reichen also von tieferliegenden Problemen seiner Vergangenheit, wie die Angst in seinem sozialen Umfeld, in dem seine Mutter feststeckt, auch hängen zu bleiben und sich kein College oder etwas dergleichen Leisten zu können, oder eben auch, dass sein Geheimnis um Jester auffliegen könnte und er in seinem etwas kindlichnaiven Glauben dafür verurteilt wird, bis hinüber zu oft auftretenden Ängsten, wie seine schon fast phobische Angst vor Schlangen.
Josh hat keine Angst vor dem Alleinsein, das war er sein halbes Leben lang, aber in Situationen wo er selbst nicht mehr weiter weiß, hat er stets das Gefühl es würde sich eine Schnur um seinen Hals zusammenziehen. Eine weitere Angst ist, die zu ertrinken. Als Kind im Schwimmbad – sie waren von der Schule her unterwegs – ist er mal getaucht, um zu sehen, wie lange er die Luft anhalten kann. Gerade, als er wieder auftauchen wollte, war eine der großen Luftmatratzen über ihn und er hat den Ausweg fast nicht mehr gefunden. Natürlich hat er es noch geschafft, aber die Panik die dabei aufgetreten war, ist nicht mehr so schnell wegzukriegen, weshalb der das Tauchen von da an weitestgehend auch einfach gelassen hat; und mal ehrlich, wie oft kommt er schon zum Schwimmen?
Ansonsten kann man Jungen natürlich in dem Alter schon noch was von Monstern erzählen. Egal wie erwachsen man in dem Alter ist, hat man noch ne verdammt rege Fantasie, so ist Josh vielleicht nicht so anfällig, wie andere in seinem Alter, aber glaubt er noch an Monster? So würde er es wohl nicht zugeben(wobei das auf der Insel noch was anderes ist), aber in seinem Inneren hat er sicher noch nicht aufgehört an Monster zu glauben.



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BeitragThema: Re: Joshua Derrick Matthews   Fr Apr 10, 2009 7:11 pm












Vor der Insel:
[x] Dabei fing doch alles recht okay an. Naja, jedenfalls um einiges besser, als es später wurde; nach dem Tod von Joshs Vater.
Geboren wurde Joshua Derrick Matthews an einem recht warmen, sonnigen Tag, was in Australien jedoch bekannter Weise öfter vorkommen soll. Seine mit 23 noch recht junge Mutter Sophia Sherryl Matthews bekam an diesem Tage eine Narbe auf ewig, da Joshua nur mit einigen Komplikationen und schließlich durch Kaiserschnitt auf die Welt gebracht werden konnte. Durch die schwere Geburt sollte seine Mutter jedoch nie mehr in der Lage sein ein weiteres Kind zu kriegen, auch nicht die gewünschte und geplante Tochter, die sich Sherryl so gewünscht hatte. Schon von Beginn an schrie Joshua, eigentlich überall nur Josh genannt, nicht viel; er war ein recht ruhiges Baby.

Leonard Matthews war Detektiv; ja diesen Beruf gibt es tatsächlich noch. Er schnüffelte hinter Leuten her, half jedoch auch der Polizei manchmal aus, da er einen ziemlich guten Sinn für Beschattung und Aufklärung hatte. Leonard war begeistert, er hatte sich einen Jungen gewünscht und bekommen, wogegen Sophia lieber ein Mädchen gehabt hätte, doch dieses sollte ihr verwehrt bleiben, was sie innerlich, gerade später, verbitterte. Sie ist auch die fast einzige Person, die ihn auch später grundsätzlich nur mit vollen Namen ‚Joshua’ rief.
Josh wuchs heran mit nur wenig Beachtung von Seiten seiner Mutter, doch hielt sie sich für ihren Mann noch immer recht zusammen. Leonard war in seinem Job jedoch oft ziemlich eingespannt und war manchmal sogar tagelang außer Haus. Wenn er jedoch da war, dann nahm er Josh meistens zum Fußballspielen mit in den Nahe gelegenen Park. Er war auf der anderen Seite aber auch sehr streng, dass Josh ein guter Junge werden sollte und wollte ihn nicht oft mit anderen Jungs unterwegs wissen, da laut ihm eigentlich so ziemlich die ganze Jugend mittlerweile aus Abschaum bestand; irgendetwas stand doch immer hinter einer Familie.
So führte Josh bisher immer ein recht zurückhaltendes, etwas abseitsstehendes Leben. Seine Mutter zwang ihn schon als kleines Kind zu viel Hausarbeit; was aber fast das einzige war, was sie ab und an mit ihrem Sohn unternahm.

Im Alter von 12 kam es dann schließlich zum schlimmsten Ereignis in Joshuas Leben – der Tod seines Vaters. Er rannte über die Straße, wütend darüber, dass sein Sohn mit ein paar anderen Kindern die neusten Monsterkarten austauschte – was er allerdings noch nicht mal gesehen hat. Leonard hatte nur eine Plastiktüte gesehen, was in Leonards Augen natürlich auch Drogen sein konnten, und war erzürnt blindlings über die Straße gelaufen, wo ihn ein Auto erfasste.
Von hier an änderte sich Joshs Leben noch mehr zum schlechten.

Seine Mutter akzeptierte Josh von nun an gar nicht mehr. Sie hatte ihren Schuldigen gefunden, konnte mit der Situation nicht umgehen, hätte sicherlich psychologische Hilfe gebraucht. Sophia Sherryl Matthews widmete sich ab dem Tag nur noch ihren Zigaretten und ihrem Fernseher; die Couch natürlich nicht zu vergessen. An ihren ‚guten’, aufmerksamen Tagen verpasste sie Josh eine Standpauke, warum er nicht so gut, wie sein Vater sein konnte und warum er allen so viel Unglück brachte, ob er es denn gern machte und dass er sich doch zum Teufel scheren konnte, wenn er wollte. Joshua musste von diesem Tag an alles alleine machen, musste schlagartig noch selbständiger werden und das im jungen Alter von 12. Sie bekamen nur wenig Geld, mussten umziehen in eine ziemlich heruntergekommene Gegend in Sydney. Nun gab es zwei Sorten von Typen, die einen, die sich die nächstbeste Gang suchten und dem Untergrund von Sydney verfielen – aus denen wohl nie etwas werden würde und doch waren da noch die anderen, wie Josh, verwandelten sich ins zurückgezogene, doch nahmen die Aufgabe an schnell Verantwortung zu übernehmen und wurden strebsame Kinder, die versuchten, ihrem Alltag in der Zukunft zu entfliehen.

Josh nahm neben der Schule einen Job als Prospektausträger an, doch leistete er sich mit diesem Geld wenig selbst, holte eher Lebensmittel und Klamotten, wenn einiges vom andern Geld mal wieder für Zigaretten draufgegangen waren. Doch Josh ließ sich nicht unterkriegen, er arbeitete viel, regelte den Haushalt soweit er konnte und in seiner wenigen Freizeit versuchte er mehr für die Schule zu tun.
Für seine Taten bekam er wenig Anerkennung, von seiner Mutter sowieso keine, höchstens Ärger, wenn er etwas nicht oder falsch gemacht hatte. Zum Glück zeigte sein Arbeitgeber, der ja eigentlich nicht mal unbedingt jemand brauchte, doch einer der wenigen herzensguten Menschen war, Josh etwas Gutmütigkeit entgegen. Außerdem blieb Josh auf seiner alten Schule, weshalb er dort wenigstens ein paar Leute kannte; auch wenn er dennoch eher ein Außenseiter blieb und bei den Schulcliquen nun mal nicht mithalten konnte. Nachmittags hatte er ja sowieso keine Zeit, um sich großartig Freundschaften aufbauen zu können.

Die einzige Person, die ihm für einen kleinen Moment etwas näher kam, war Jester. Wer ist Jester? Er hätte unter anderen Umständen vielleicht endlich mal eine richtig enger Freund für Joshua werden können. Aber er tauchte wohl zum falschen Zeitpunkt und mit falschem Hintergrund auf, vielleicht sogar mit der falschen Wortwahl. Sicher gab es viele verschiedene Faktoren, die zum tragischen Ausgang führten.
Aber fangen wir von vorne an. Jester kam neu an die Schule, es durfte ein Apriltag gewesen sein; Joshuas Vater war vor wenigen Wochen verstorben. Dementsprechend perplex war Josh zu dem Zeitpunkt, er redete mit wenigen und sie waren kurz davor nun auszuziehen in eine weitaus weniger nette Gegend. Jester war ziemlich rundlich, wenn man es nett ausdrücken mag. Seine Familie war nicht gerade reich und er wirkte nun etwas heruntergekommen. Vom ersten Tag an wurde Jester gehänselt. Es vergingen noch nicht mal viele Tage an der Schule. Nach 3 bis 4 Tagen, an denen Jester immer wieder Streiche gespielt wurden und er die viel gehänsel zu ertragen hatte, kamen Jester und Josh ins Gespräch. Keiner von beiden wusste, was binnen 36h passieren würde. Joshua saß wieder recht allein an einem der Tische zur Mittagspause, aß sein selbstgemachtes Brot und las zum ersten Mal, wie Huckleberry Finn das Floß erklomm. Auch Jester kam unsicher, wie er war, an den Tisch. Allen Mut hatte er sich zusammengenommen, um sich dort ebenfalls hinzusetzen und hoffentlich nicht wieder eine Anfuhr ertragen zu müssen. Er musste es nicht.
Ins Gespräch kamen die beiden durch Huck; auch Jester kannte das Buch bereits. Jester, der nun voller Übermut war vielleicht doch noch wen kennen zulernen, überredete den immer noch skeptischen und vom Tod seines Vater mitgenommenen Josh, dass er etwas ganz tolles hätte, was er Josh morgen nach der Schule zeigen wolle. Es war die Pistole von Jesters Stiefvater. Natürlich finden Jungen so was in dem Alter faszinierend. Jeder spielt doch mal Militär, Polizist oder SWAT. Josh starrte auf die Waffe, die Jester in der Hand hielt. Beide standen in einer Gasse voller Müllbehälter. Jester hatte Probleme, von der Josh keine Ahnung haben konnte. Woher sollte er wissen, was er mit seiner Abweisung und seinen Worten anrichtete? Zuerst einmal jedoch betrachteten sie die Waffe. Jester zeigte Josh, wie man sie laden konnte; er hatte schon oft damit rumgespielt, sein Stiefvater achtete nicht sonderlich darauf.
„Mh, kann ich dich mal was fragen?“, fing Jester etwas betreten an und sah auf die Waffe in seinen Händen nieder.
„Was denn?“, fragte Josh etwas nebensächlich und wusste er musste sich langsam beeilen, wenn er es noch rechzeitig zur Arbeit schaffen wollte. Auch wenn sein Boss nicht streng war, wollte er doch pünktlich sein.
„Naja, denkst du nie drüber nach... also wenn du eine Waffe hättest...? Ich mein, die Anderen sind doch einfach nur Arschlöcher... ich bin voll der Versager für meinen Dad und meine Mam, die sind viel zu gut für mich.“
Josh blickte auf in Jesters Gesicht. Das Gerede über Jesters Eltern trag bei ihm zu dem Zeitpunkt einen empfindlichen Nerv. Nein, er hatte keine Ahnung wovon Jester sprach – Amoklauf? Josh schüttelte den Kopf und blickte Jester etwas wütend, zugleich nachdenklich an. Es bildete sich wieder diese eine Falte zwischen seinen Augenbrauen.
„Ich dachte schon ich treffe hier niemanden, der mein Freund wird und dann bist du da gewesen...“, meinte Jester weiterhin auf die Waffe guckend ohne Joshs Blick zu merken, „Naja, weißt du mein Vater meint immer das wird schon, aber ich glaub nicht wirklich dran. Es wird mir immer so gehen, es wird sich nie was ändern.“ Kam da etwas eine Träne in Jesters Gesicht?
Josh hatte jedenfalls genug. Er hatte immerhin noch einen Vater. „Ich muss jetzt weg und hey, wir kennen uns doch kaum.“ Ein simpler Satz, aber aussagekräftig. Nein, sie waren sicher noch keine richtigen Freunde; hatten kaum miteinander geredet, aber es hätte eine Freundschaft werden können. Joshua wählte jedoch den weg sich umzudrehen und zu gehen. Er ließ den verwirrten, bitter enttäuschten Jester zurück. Mittlerweile hatte es begonnen zu regnen. Joshua war bereits klitschnass, als er die nahegelegene Straße zum Shop einschlug, wo er sich wieder einmal mit Prospekten beladen würde, die er austeilen würde. Genau hier war es, wo noch ein dumpfer Schall des Knalls zu vernehmen war. Joshua hatte nicht gewusst, wie hoffnungslos Jester gewesen war. Sicher hatte man es ihm auch nicht einfach ansehen können; anscheinend hatte es ja keiner getan. Vielleicht war es auch nur ein Unfall beim Spielen mit der Waffe gewesen. Doch niemand war da gewesen, der dies hatte bezeugen können. Niemand hatte Josh vorher bei Jester gesehen und niemand sollte erfahren, dass er mit Jester gesprochen hatte. Josh behielt es für sich und Jester nahm dieses Wissen mit in sein junges Grab.
Josh verlor nie wieder ein Wort über Jester. Von dem Zeitpunkt beklagte er sich auch nie weiter über seine Mutter und versuchte alles so gut zu machen, wie er konnte. Er war strebsam, verantwortungsvoll und akzeptierte seine Lebenssituation so, wie sie war, weil er nichts anderes verdient hatte. Er wollte nicht schlecht sein. Warum passierten immer wieder diese Dinge? Er schwor sich jedenfalls von nun an alles besser zu machen.

Die nächsten drei Jahre vergingen wie im Flug und eines Tages kam tatsächlich eine Sozialarbeiterin zu Ihnen nach Haus; gerufen von Mr. Kruger, Joshs netten Arbeitgeber schon vor langer Zeit. Hätte Josh davon gewusst, hätte er protestiert. So sehr er unter seiner Mutter litt, gab es ja immerhin seine Gründe, warum sie sich so verhielt und Josh war es so eingetrichtert worden, dass er daran glaubte.
Es gab kaum Bekannte oder Verwandte denen sich Josh zuwenden konnte. Das Sozialamt war kurz davor Josh in ein Heim zu stecken[Sophia protestierte nicht einmal: „Nehmt den Unglücksjungen bloß weg von mir!“ – später wünschte sie sich ihn zurück, weil sie merkte, dass sie nichts mehr hinkriegte und er das Gröbste übernommen hatte]. Doch zum Glück machten sie noch rechtzeitig Joshs Onkel und Tante aus Amerika ausfindig. Josh konnte sich an diese so gut wie gar nicht mehr erinnern, hatte er sie höchstens einmal gesehen, als er noch ganz klein war. Es war sicherlich nicht leicht, doch man beschloss Josh vorerst dorthin zu schicken. Ohne eine Ahnung was ihn erwarten würde, wurde Josh also einfach in ein Flugzeug gesetzt mit einer Beamtin vom Sozialdienst, die ihn zu der Familie bringen würde. Natürlich nahm man die billigste Flugvariante und man würde in L.A. umsteigen und Josh hoffte inständig, dass es tatsächlich so was wie eine zweite Chance gab.


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BeitragThema: Re: Joshua Derrick Matthews   Fr Apr 10, 2009 7:11 pm











Auf der Insel:
[x] Josh wusste nicht, wie ihm geschah. Es ruckelte und er hatte schon das Ende vor seinen Augen gesehen. Das war doch alles nicht wahr, es konnte nicht wahr sein, soltle er so enden?! Er war 15 Jahre verdammt! Er hatte grad gehofft einer besseren Zukunft entgegenzusehen.
Doch es ging sowieso alles zu schnell für ihn. Recht schnell war ihm schwarz vor Augen geworden und er hatte das Gefühl sich übergeben zu müssen. Rauf runter, rauf runter – freier Fall? Als nächstes war alles nass, so eklig nass um ihn herum. Er keuchte und hustete und bekam nur noch mehr Salzwasser in seinen Mund gespült. Verdammt! Was war hier los? Ihh es knirschte zwischen seinen Zähnen. Sand! Sand? Josh öffnete die Augen, und er lag an einem Strand, die Wellen spülten immer wieder Wasser in sein Gesicht. Er blinzelte stand auf und blickte sich um. Er hatte gerade einen Flugzeugabsturz überlebt. Apathisch stand er einfach nur da und sah, wie auch weitere Leute sich an den sicheren Strand retteten.

Seine Flugbegleiterin vom Sozialamt jedoch hatte es nicht geschafft. Er war allein. Die nächsten Tage wurden aber sowieso damit verbracht Essen zu finden und Josh war noch so überwältigt von dem Ereignis, dass alles an ihm vorbeizuziehen schien. Es gab noch weitere Kinder, jedoch alle wesentlich jünger als er, so dass er sich wenn dann daran machte den Älteren zu helfen. Eine gewisse Ana-Lucia stach hervor und organisierte neben einem gewissen Goodwin das meiste. Irgendwie bewunderte er die dunkelhaarige Frau ein wenig, was er wohl aber nie zugeben würde, da sie alles scheinbar so leicht in die Hand nehmen konnte. Doch irgendwie merkte Josh auch bald wieder, dass er nicht so ganz reinpasste. Er half, wenn es erforderlich war, ansonsten verkroch er sich aber auch gerne ein paar Meter weiter weg und versuchte die Sachen zu sortieren. Man fand ein paar Bücher, wenn auch hauptsächlich eine Reihe von Comics, die die kleineren Kinder verschlangen, und seine Sonnenbrille! Tatsächlich.
Er lernte in den ersten sieben Tagen ein paar Leute kennen und diese ihn. Aber enge Beziehungen? In sieben Tagen? Vielleicht möglich, aber war keiner in seinem Alter da und die Jüngeren... nun, da Josh für sein Alter eh sehr erwachsen war, empfanden die ihn zumeist als etwas merkwürdig und auf der anderen Seite konnte auch Josh nicht so viel mit ihnen anfangen. Dagegen stand wohl auch noch seine Angst, was damals mit Jester passiert war, dass es bei den leicht verstörten, jüngeren Kindern nach dem Absturz auch zu etwas kommen könnte, wenn Josh was Falsches sagte. Er drückte sich nicht vor Kontakt, stellte aber auch nichts auffälliges an, war aber immer bereits zu helfen, wenn man ihn dazu aufforderte, oder ihn einfach fragte. Und auch er versuchte sich zumindest ab und an einzubringen, wenn auch auf seine zurückhaltende Art.

Als dann alle jüngeren Kinder, mit Ausnahme von ihm – vielleicht war er zu alt, vielleicht war er glücklicherweise am falschen Ort gewesen, wer wusste schon warum die Personen entführt wurden – verschleppt wurden, stand Josh wieder da und wusste nicht wirklich weiter. Irgendwie schien alles ein wenig verloren, aber er hörte irgendwie gerne darauf, was die Älteren beschlossen, kannte er es doch kaum. Für ihn war es fast so was wie eine neue Erfahrung, dass sich hier alle zusammen getan haben. Selbstverständlichkeit? Für ihn nicht.






Avatar:
[x] Scott Terra

Weitergabe des Charakters?
[x] Wenn es wichtig für das InPlay-Geschehen ist, darf er weitergegeben werden

Weitergabe des Steckbriefs?
[x] Nee, darf aber als Vorlage verwendet werden

Zweitcharakter/e:
[x] nope

Dein Alter:
[x] 22 Jahre alte Knochen

Regeln gelesen?
[x] Jawohl, Madame or Sir or whatever^^

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